Vorstellung Leitungsteam im Pastoralen Raum

Vernetzend, diakonisch und missionarisch
Team leitet den neuen Pastoralen Raum Mayen

Mayen– Zum 1. Januar 2022 hat Bischof Dr. Stephan Ackermann den Pastoralen Raum Mayen errichtet. Der Pastorale Raum tritt an die Stelle des  Dekanates Mayen-Mendig. Diese Veränderung soll dazu führen, die Perspektivwechsel der Bistumssynode von einer diakonischen und missionarischen Kirche umzusetzen. Die Leitung im Pastoralen Raum Mayenübernehmen Pfarrer Jörg Schuh als Dekan, Margit Ebbecke und Marek Jost. Neben Mayen sind weitere 14 Pastorale Räume im Bistum Trier am 1. Januar gestartet; die übrigen 20 folgen 2023.

Der Pastorale Raum Mayen erstreckt sich über das bisherige Dekanat und die Pfarrei Rieden und umfasst die Pfarreiengemeinschaften  Mendig, Nachtsheim und Mayen, sowie die zum 1. Januar neu fusionierte Pfarrei St. Jodokus, ehemals Pfarreiengemeinschaft Langenfeld.

Die Zuständigkeitsbereiche des Leitungsteams sind vielfältig: Sie werden die Pfarreien unterstützen und dafür sorgen, dass die Synodenergebnisse im Sinne einer missionarischen, diakonischen und lokalen Kirchenentwicklung umgesetzt werden. Zudem sollen sie die Perspektive von Seelsorge, Caritas und anderen Kooperationspartnern zusammenbringen und “Orte von Kirche” fördern. “Orte von Kirche” ist ein neuer Schlüsselbegriff, mit dem im Bistum Trier lebendige Gruppen von Gläubigen vor Ort bezeichnet werden. Diese zu entdecken, zu fördern und miteinander in Kontakt zu bringen, ist eine der wesentlichen Aufgaben des neuen Leitungsteams. Dazu wollen sie mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern, aber auch mit vielen Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen. 

Die Mitglieder im Leitungsteam kommen aus verschiedenen Berufen und werden ihre Kompetenzen bündeln. Weitreichende Erfahrung im Bereich von Projekten für neue kirchliche Initiativen, Netzwerken und Personalführung bringt die ehemalige Dekanatsreferentin Margit Ebbecke mit. Jörg Schuh ist bereits lange Jahre als Pfarrer und Dechant eingesetzt und freut sich darüber, dass Marek Jost ihn von Verwaltungsaufgaben entlasten wird. “Hoffentlich kann ich nun wieder etwas mehr Seelsorger sein”, sagt Schuh mit Seitenblick auf Marek Jost. Dieser vervollständigt das Dreierteam mit seiner Verwaltungserfahrung, die er sowohl aus den Bereichen Finanzwesen, Marketing und seiner bisherigen Arbeit als ehemaliger Rendant mit einbringt. 

Sie arbeiten auf Augenhöhe innerhalb des Teams, aber auch mit den haupt- und ehrenamtlich Engagierten in den Pfarreien zusammen. „Es ist kein Leiten von oben herab. Es geht um ein gemeinschaftliches Miteinander auf allen Ebenen“, beschreibt Jörg Schuh die angestrebte Arbeitsweise mit dem Ziel der Vernetzung. 

„Der Pastorale Raum bildet eine verbindliche Ebene, auf der die darin zusammengeführten Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften kooperieren“, bringt es Margit Ebbecke auf den Punkt. Dadurch soll es zur engeren Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen innerhalb des Raumes kommen. „Wir möchten Synergien aufzeigen und nutzen, um unsere personellen Ressourcen gezielt einzusetzen“, ergänzt Marek Jost.  Die Stellung der Pfarreien werde nicht geschmälert, sagt Jörg Schuh. „Das Vermögen, aber auch die Verantwortung über Immobilien, bleibt bei den Pfarreien.“ Im Fokus der Pastoralen Räume stehe dabei immer, nah bei den Menschen und ihren jeweiligen Lebensräumen zu sein, lokale Initiativen des Glaubens zu unterstützen und zugleich auf die schwindenden Ressourcen auch in den ehrenamtlichen Gremien vor Ort zu achten. 

Das Leitungsteam freut sich darauf, sich einen Überblick über die Themen im Pastoralen Raum zu verschaffen und mit kirchlichen wie nicht-kirchlichen Kooperationspartnern ins Gespräch zu kommen. „Wir sind gespannt, die unterschiedlichen Menschen, Initiativen und Projekte kennenzulernen und uns mit ihnen auszutauschen, um die Kirche von morgen mitzugestalten“, betont das neue Leitungsteam.

Weiterhin wird es durch Gremien auch im neuen Pastoralen Raum eine wichtige Möglichkeit der Mitbestimmung geben. Das Leitungsteam wird in den kommenden Wochen die Haupt- und Ehrenamtlichen in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften über die neuen Räte informieren.